„Ein besonnener Typ, der die Sprache der A-Jugendhandballer versteht“

(uc). Spätestens seit der glänzend verlaufenden Vorrunde ist A-Jugend-Trainer Dominik Lhotak ein wichtiger Baustein im Konzept der HSG Kirch/Pohl-Göns/Butzbach geworden. Seine Mission: Die vielen großen Talente in den nächsten Jahren schrittweise in den Männerhandball integrieren. Für die Kluboberen steht fest, dass der gebürtige Mittelhesse hervorragend zum Verein passt und so hat man sich jüngst mit dem begehrten Coach darauf verständigt, den bestehenden Kontrakt vorzeitig zu verlängern.

Aber wer ist der Typ, der die wichtige Schnittstelle zwischen Jugend- und Männerhandball beim Butzbacher Traditionsclub im April eher zufällig übernommen hat und nach dem Willen der Clubbosse auch weiterhin auskleiden soll? „Ohne Zweifel ein Glücksfall, der die Sprache der Jungs versteht und gute Stimmung reinbringt“, konstatiert Männerwart Dirk Fischer und fügt beim Pressetermin hinzu: „Er ist ein Handballfachmann, der unsere Philosophie der Nachhaltigkeit teilt und im Bezirk einen exzellenten Ruf genießt. Seine aktuelle Zusammenarbeit mit dem Männerteam ist genau das, was wir brauchen“, meint Fischer, für den die Bemühungen um den Hoffnungsträger zu einem frühen Zeitpunkt ganz oben auf der Agenda standen. „Wir haben nun Planungssicherheit und können uns auf die folgenden Aufgaben konzentrieren. Dominik schafft es wie kein Zweiter, den jungen Sportlern die Perspektiven in unserem Verein zu vermitteln“, weiß auch Jugendleiterin Daniela Ivenz, dass sich der Aufwand zum Jahresende mit diesem strategisch wichtigen Signal nach Außen gelohnt haben dürfte.

Hoffnungsträger für die männliche A-Jugend: Trainer Dominik Lhotak (rechts) hat vorzeitig verlängert; links HSG Männerwarft Dirk Fischer.

Die sportlichen und privaten Wurzeln des 36-jährigen, früher auch selbst aktiven Handballers Dominik Lhotak liegen in Watzenborn bei Gießen. Hier hat er über viele Jahre bei der HSG Pohlheim gearbeitet und zahlreiche A- und B-Jugendmannschaften in der Oberliga Hessen betreut, die in der Folge ins Pohlheimer Männerteam aufgenommen wurden, wo er später auch selbst als Trainer gearbeitet hat – eine tolle Referenz, die im Butzbacher Norden für die „Vision HSG-2021“ wie maßgeschneidert scheint. Die Frage, was ihm an der HSG besonders gut gefällt, beantwortet der gelernte Bürokaufmann bemerkenswert: „Es wird viel persönlich miteinander gesprochen. Der Austausch mit dem Vorstand und den Mannschaften ist großartig“, bemerkt Lhotak und stellt dann fest: „Hier gibt es ein zukunftsorientiertes Konzept mit talentierten Spielern. Es soll etwas aufgebaut werden und ich freue mich, ein Teil dieses Masterplans zu sein“, macht der gelernte Mittelmann keinen Hehl draus, dass er ein Tüftler und Regisseur ist, der etwas entwickeln möchte. Mit großem finanziellem Aufwand zusammen gekaufte Mannschaften sollen andere trainieren, da herrscht Konsens.

Erfahrung hat der besonnen und komplett wirkende Coach vor einigen Jahren auch als Pohlheimer Damentrainer gesammelt und damit bereits keine Herausforderungen des Jargons gescheut. „Wir können im nächsten Mai für die männliche A-Jugend die Oberliga zumindest ins Auge fassen“, formuliert Lhotak ambitionierte Vorhaben – eine Mischung aus Ehrgeiz und Vernunft eben, die im Einklang mit den Vorstellungen der HSG stehen. „Ich bin glücklich, dass wir ihn als Integrator für unsere Jugend zur Verfügung haben“, verteilt Dirk Fischer abschließende Komplimente mit der Bitte um Geduld, denn es sei nicht der schnelle, sondern der gesunde Erfolg, den die HSG unter anderem mit Dominik Lhotak anstrebe.

 

Thomas Buch

 

 

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